pure brands bei der Social Media Week 2018 in Hamburg

Von Micro Influencern, Waffelduft und dem „neusten heißen Scheiß“

Auf Ende Februar ist die Vorfreude jedes Jahr groß: denn dann findet in Hamburg die Social Media Week statt – 2018 bereits zum siebten Mal. Eine Woche (dieses Jahr 3 Tage) voller Social Talk, Inspiration, neuer Denkanstöße und Visitenkarten interessanter und vor allem relevanter Personen. Weiterlesen

#SMWHH – Hamburg total digital

Get connected! – Unter diesem Motto findet aktuell die Social Media Week Hamburg (#SMWHH) statt.

Social Media Week Hamburg

In Hamburg fand auch in diesem Jahr die #SMWHH statt.

Von „WhatsApp für Unternehmen“ über „Schleichwerbung auf YouTube“ bis zu „Facebook für Redaktionen“ oder „Wie Instagramer die Kommunikation von heute beeinflussen“ bietet die #SMWHH fünf Tage lang spannende Workshops und Vorträge an verschiedenen Locations in der Stadt. Das globale Thema der Veranstaltungsreihe, die zeitgleich auch in Jakarta, Lagos und New York stattfindet, heißt in diesem Jahr: „Die unsichtbare Hand: Die verborgene Macht von Technologien (und wie wir sie zu unserem Nutzen anwenden können).” Im Zentrum steht dabei, dass die unsichtbare Hand der Technologie nicht nur beeinflusst, wie wir Restaurants wählen, zur Arbeit fahren, Marken entdecken und wen wir daten, sondern ganz allgemein wie wir die Welt um uns wahrnehmen und wie wir Entscheidungen treffen.

Die veränderte Mediennutzung jüngerer Generationen macht neue Strategien erfoderlich

Ein Bereich, der hiervon natürlich besonders betroffen ist, sind die Medien. So berichtet Andreas Rickmann von bild.de, dass die Millennials keine Zeitungen mehr lesen, keine Nachrichtenportale besuchen und auch keinen Desktop-Computer mehr nutzen. Ihre Tools und Plattformen sind das Handy, Snapchat und Instagram. Über die Tatsache, dass es immer mehr Menschen gibt, die auf den klassischen Kanäle nicht mehr erreicht werden, sind sich auch die anderen Vertreter des Panels unter der Moderation von Torsten Panzer vom PR Club Hamburg einig. Die Frage, wie man eine Generation mit völlig neuer Medienrezeption erreicht, hat die Verlage bereits in den letzten Jahren intensiv beschäftigt. Torsten Beeck, Leiter Social Media in der Chefredaktion DER SPIEGEL, erklärt auf der #SMWHH dazu, dass der Kontakt zum Leser nicht mehr so sehr über den Kiosk stattfindet. DER SPIEGEL befindet sich allerdings in der glücklichen Lage, dass SPIEGEL ONLINE für viele die erste Anlaufstelle im Netz für alles ist, was in der Welt passiert. Mit der Seite war DER SPIEGEL übrigens vor inzwischen 21 Jahren das erste Nachrichtenmagazin weltweit, das ein Online-Angebot ins Leben rief. Heute gilt für alle Medienmacher zunehmend, dass ihnen im Prinzip egal ist, wo die Menschen mit ihren Inhalten in Kontakt kommen – egal ob über Print, Online oder Social Media. Hauptsache, sie tun es. Denn dass relevante Inhalte nach wie vor das Kerngeschäft der Verlagshäuser sind, betont ebenfalls Markus Hüßmann, Managing Director Bauer Xcel Media. Dabei lässt sich Social Media durchaus auch als Kompass verstehen, der dabei hilft, durch die Kommentare und Reaktionen der User weiter zu lernen und das eigene Angebot zu verbessern. Unter dem Stichwort Audience Development wollen letztendlich alle Medien den Nutzer in den Fokus ihrer Arbeit stellen und ihn auf seinem Lieblingskanal erreichen und für ihre Marke gewinnen bzw. zum Sharen und Liken bringen. Dass dabei mit einigen journalistischen Grundfesten gebrochen werden muss, konstatiert Meinolf Ellers von der DPA: „Früher galt ‚Be first, but be first right`. Heute geht es häufig auch um Schnelligkeit und darum, live dabei zu sein, ohne die Richtigkeit von Informationen zu kontrollieren. Wichtig ist dabei aber, dass Quellen transparent gemacht und offen damit umgegangen wird, dass bestimmte Aspekte bisher nicht verifiziert werden konnten.“ Da sich die digitale Transformation exponentiell schnell entwickelt, muss auch in den Redaktionen selbst ein Umfeld geschaffen werden, dass dieser disruptiven Veränderung Rechnung trägt und mehr Flexibilität bietet.

Das Ziel dabei fasst Torsten Beek zusamen: „Es geht auch weiter darum, großartigen Journalismus zu machen. Ohne das brauchen wir nicht über Plattformen zu sprechen.“