pure brands beim ADC Kongress #Disrupting Deutschland

Kreative Konzepte, coole Cases, heiße Trends in der Markenkommunikation und das nächste große Ding – darum ging es vom 11. bis 12. Mai auf dem #ADC Festival in Hamburg. Der Untertitel des wichtigsten und größten Treffen der Kreativen in Europa, bei dem pure brands dabei war, lautete in diesem Jahr: #Creativitybeatstechnology.

ADC Kongress #Disrupting Deutschland

Tenor des Events: Habt Mut zu gefährlichen Ideen, kommt raus aus der Komfortzone und macht einfach mal! So stellte Danit Peleg, israelische Modedesignerin, ihre erste Kleiderkollektion aus dem 3-D-Drucker vor, mit der sie weltweit Maßstäbe setzt. Alex Nowak und Felix Richter aus einer New Yorker Agentur berichten von teilweise über 700 Meetings bevor es mit einer Kampagne überhaupt richtig losgeht: „Werbung ist viel Laberei.“ Und Ihr Appell: „Einfach mal machen und dem Kunden etwas zeigen!“ Spannend war auch das Lab mit Facebook gleich morgens: Wir hoffen, dass pure brands einen Platz für das Programm „Creative Credit“ ergattern kann.

Von Milchbauern und Robotern: innovativ, strategisch und zukunftsweisend

Eines der Highlights auf dem ADC Kongress war Björn Stahl von der Agentur INGO in Stockholm, der die Kampagne „The Swedish Number“ vorstellte:

Die Idee: Als erstes Land hat sich Schweden eine eigene Telefonnummer gegeben. Anrufen konnte jeder, der schon immer mal mit einem echten Nordlicht plaudern und etwas über Elche, Bären oder IKEA erfahren wollte. Björn erzählt, dass ihn kurz vor Launch große Selbstzweifel gequält haben. Aber der Erfolg war gigantisch: Insgesamt gingen rund 200.000 Anrufe aus 186 Ländern ein, der längste davon dauerte fast 6 Stunden. Und die Kampagne rief ein weltweites Medienecho hervor – earned media, Markenkommunikation und Storytelling at its best.

Dann brachte er noch den LIDL Case „Bosses Milk“. Ein sehr schönes Beispiel, wie aus einem Facebook Post zum Trend regionale Herkunft im Foodbereich ein eigenes Produkt wurde:

Zum Abschluss des ADC Festivals gab es noch einen Ausblick zum Thema künstliche Intelligenz: Shun Matsuzaka aus Tokio präsentierte seinen neuen „Werberoboter“. Eine Maschine, die verschiedene TV-Spots analysiert und ausgewertet hat. Auf Basis der ermittelten Algorithmen wurde das Gerät mit einem Kundenbriefing gespeist und ging in den Pitch gegen ein Team aus menschlichen Kreativen. Um ehrlich zu sein: Die Idee der künstlichen Intelligenz war irgendwie ungewöhnlicher und überzeugte mehr. Ist das schon ein Vorgeschmack auf die Zukunft der Werbung?