Kuriose Dienstleistungen für Hund und Herrchen

Sie wollten Ihren Hund schon immer mal auf ein Date schicken? Dank der App „Tindog“ ist das kein Problem mehr. Was die bekannte Flirt-App „Tinder“ für Menschen auf Partnersuche ist, ist seit Juni 2015 (in Deutschland) „Tindog“ für einsame Hunde. Über die neue Plattform lassen sich potenzielle Gassi-Partner in der Nähe finden. Wer zum Date für den Hund auserwählt wird, entscheidet das Herrchen bzw. Frauchen. Das Prinzip ist, genau wie bei dem menschlichen Format, sehr einfach: mit einem Wisch nach rechts zeigt der Nutzer Interesse an dem Profil. Bei einem Wisch nach links wird das nächste Tindog-Profil inklusive Alter, Geschlecht, Rasse und natürlich einem Foto vom Hund und optional vom Besitzer angezeigt. Nicht nur Hunde können auf diese Weise neue Spielkameraden in der Umgebung kennen lernen: der ein oder andere Besitzer trifft so vielleicht ebenfalls sein nächstes Date. Ein gemeinsames Gesprächsthema über Vierbeiner ist zumindest immer vorhanden.

Nicht nur in der Online-Welt geht es skurril zu, auch in der tatsächlichen Welt hat der riesige Markt an kuriosen Dienstleistungen für Hund und Herrchen vieles zu bieten. Jeder Hundebesitzer kennt die unangenehme Situation: wenn es draußen regnet, stürmt oder schneit kostet der Schritt vor die Tür viel Überwindung – nicht aber beim Indoor-Gassigehen. Die Briten haben wasserscheuen Herrchen und ihren Hunden im nassen Cardiff ein Paradies in vier Wänden geschaffen. Ein umgebautes Warenhaus mit künstlichem Gras, Pflanzen, Spielzeug, Schlafbereich und einer Zone für Ballspiele sorgt auch bei Wind und Wetter für trockene und warme Pfoten bzw. Füße. Aber auch in Sachen Geld können Hundebesitzer bei diesem Trend schnell auf dem Trockenen sitzen. Der Eintritt kostet nämlich umgerechnet etwa 5,70 Euro, die Monatskarte 38 Euro.

Das wird dem Erfolg keinen Abbruch tun, denn Geld spielt für viele Besitzer eine untergeordnete Rolle, wenn es um das Wohl ihres Hundes geht. So auch beim Planschen im kühlen Nass. Denn: Mit seinem vierbeinigen besten Freund zum Baden an den See fahren war gestern. In der hessischen Stadt Hanau hat das erste Hunde-Hallenbad eröffnet. In den Räumlichkeiten eines ehemaligen Getränkemarktes gibt es neben drei Becken mit Wohlfühltemperatur auch Duschen und Trocken-Stationen für die Vierbeiner. So wird ein Ausflug ins „Aquabello“ nicht nur ein Badespaß mit Wellness-Faktor, sondern auch eine gefahrenfreie Zone für Hunde. Strömungen, wie sie in natürlichen Gewässern vorkommen, sind hier nämlich Fehlanzeige.

Wem das Hallenbad für seinen Hund nicht ausreicht, sollte eine Reise nach New York, genauer über den „John F. Kennedy International Airport“, anstreben. Dort erwartet Vierbeiner auf dem Tier-Terminal ab 2016 ein Verwöhnprogramm der Spitzenklasse. Mit einem Swimmingpool in Knochenform, Massagen, einem Fernseher zur Unterhaltung oder einem Nagelstudio zum Lackieren von Krallen gleicht das Terminal einem Luxus-Resort. Bei diesem Angebot möchte so manches Herrchen oder Frauchen sich vermutlich am liebsten kurzum in seinen Hund verwandeln.

Gastautor: Larissa Bielert